8 · Dokumentation
Quellen und Website
Woraus die KI liest, was genannt und zitiert unterscheidet, und was der Domainbefund über die eigene Website prüft.
Die Suchkanäle antworten aus Seiten, die sie im Moment der Frage lesen. Wer diese Seiten schreibt, prägt die Antwort. Die Quellenansicht zeigt, welche Domains das sind; die Website-Ansicht zeigt, ob die eigene Website dazugehören kann.
Genannt und zitiert
Eine Quelle kann in einer Antwort zwei Rollen haben:
- Genannt (gefunden): Die Suche hielt die Seite für einschlägig und legte sie dem Modell vor. Sie steht in der Quellenliste der Antwort.
- Zitiert: Das Modell hat die Seite im Text benutzt, aus einem Satz heraus verlinkt oder mit Fußnote versehen. Die stärkere Form.
Wer beides zusammenzählt, misst Auffindbarkeit und nennt es Zitierung. augenmerk zählt beides getrennt und nennt die stärkere Form zuerst. Daraus entstehen drei Lagen je Seite und Frage:
| Befund | Bedeutung |
|---|---|
| nicht gefunden | für diese Frage nicht auffindbar |
| gefunden, nicht zitiert | auffindbar, aber nicht überzeugend |
| zitiert | im Text benutzt |
Nicht jedes System gibt die Unterscheidung preis. Wo Zitate und Fundstellen exakt gleich viele sind, liefert das System sie schlicht nicht mit; die Quellenansicht kennzeichnet solche Kanäle mit einem Sternchen, statt 100 % zu behaupten.
Wie wir zählen
Gezählt wird jede Nennung einer Adresse in einer Antwort. Erscheint dieselbe Domain in einer Antwort dreimal, zählt sie dreimal; die Rangfolge der Domains misst Präsenz im Text, nicht die Zahl der Antworten. Daneben steht die Zahl der Antworten, in denen die Domain vorkommt.
Googles Weiterleitungsadresse steht in Gemini-Antworten anstelle der echten Adresse. Sie wäre die häufigste Domain der Liste, ohne etwas über die Marke zu sagen, und ist deshalb aus der Wertung genommen.
Satz und Quelle
Ein Satz wird einer Quelle nur zugeordnet, wo die Antwort selbst die Verbindung herstellt, etwa mit nummerierten Fußnoten. Wo das fehlt, zeigt die Quellenansicht die Nennung ohne Satz, statt einen zu raten. Der Satz zur Fußnote ist im Antwortausschnitt hervorgehoben, damit man sieht, wofür die KI eine Quelle heranzieht.
Quellen nur hinter Wettbewerbern
Die Übersicht und die Quellenansicht heben Domains hervor, die zitiert werden, wenn die KI Wettbewerber nennt, bei der eigenen Marke aber nie. Das sind die Orte, an denen eine Empfehlung entsteht, ohne dass die Marke im Spiel ist: Vergleichsportale, Tests, Presse. Fehlt die Marke dort, ist diese Seite der erste Ansprechpartner.
Vorsicht bei der Deutung: Das ist ein Zusammenhang, kein Beweis. Eine Marke kann auf Platz 1 stehen und fast nie selbst zitiert werden, weil Testmagazine über sie schreiben. Es gibt zwei Wege: selbst Quelle sein oder Gegenstand einer Quelle sein. Der zweite wirkt stärker, den ersten hat man selbst in der Hand.
Die eigene Website
Für die eigene Domain zählt augenmerk, wie oft sie in Suchantworten genannt und zitiert wird, und trennt Startseite und Unterseiten. Der Unterschied ist die Diagnose: Wer nur mit der Startseite vorkommt, wird nachgeschlagen, nicht gelesen. Zitiert werden Seiten, die eine Frage beantworten.
Der Domainbefund
Mit jedem Lauf prüft augenmerk die eigene Website:
- Erreichbarkeit: Weist die Seite automatische Abrufe ab, kann keine KI sie lesen. Der einzige Befund, der eine Ursache zeigt statt einer Wirkung.
- robots.txt gegen 35 KI-Bots: GPTBot, OAI-SearchBot, ClaudeBot, PerplexityBot, Google-Extended und andere. Gemeldet wird je Bot: darf lesen, teilweise, gesperrt. Ausdrücklich benannte Bots sind eine Entscheidung, keine Voreinstellung, und deshalb in beide Richtungen bemerkenswert. Verwaltungspfade wie Login oder Warenkorb gelten nicht als Inhaltssperre.
- llms.txt: vorhanden oder nicht — als Information. Google Search wertet die Datei nach eigener Aussage nicht aus; ob andere Agenten sie lesen, ist offen. Wir leiten daraus keine Maßnahme ab.
- Startseite: Titel, Beschreibung, Überschrift, Zahl der internen Links. Bei mehr als 60 Links vor dem Inhalt bleibt einer KI, die von oben liest, wenig Inhalt.
- Lighthouse mobil: Punktzahlen für Leistung, Zugänglichkeit, gute Praxis, SEO und agentisches Browsen.
- Google-Lage: Keywords, Besuche, verweisende Domains und ihr Verlauf je Monat, aus monatlichen Suchdaten Dritter — geschätzt. Dazu die Domains, die bei Google dieselben Keywords haben; ob das Portale oder die verfolgten Wettbewerber sind, sagt die Ansicht je Projekt.
Wir lesen robots.txt und llms.txt selbst und geben uns dabei unter eigenem Namen zu erkennen.
Search Console
Wer seine Google Search Console verbindet, ersetzt die Schätzung durch Googles Zählung: Impressionen und Klicks im Verlauf, die stärksten Seiten und die meistgesuchten Anfragen. Wie die Verbindung eingerichtet wird, steht unter Die Anwendung. Die Search Console kennt nur die eigene Domain; die Wettbewerber bleiben aus den Suchdaten Dritter.
Die Lückensicht
Ein gutes Google-Ranking heißt nicht, dass die KI die Seite als Quelle verwendet. Die Lückensicht legt beides nebeneinander: Seiten, die bei Google zu einer Suchanfrage ranken — mit verbundener Search Console Ihre stärksten Seiten nach echten Impressionen —, und ob irgendeine KI sie zitiert. Seiten mit Nachfrage und ohne Zitat sind die konkreteste Aufgabenliste, die es gibt; beginnen bei der Seite mit den meisten Suchen. Die Suchanfragen, die die KI selbst stellt, ergänzen das Bild: Wer zu ihnen bei Google vorn steht, wird gelesen.
Was wir nicht prüfen
Strukturierte Daten und Sitemap prüfen wir heute nicht und behaupten deshalb nichts darüber. Eine Einordnung der Quellen nach Art, etwa Prüfstelle, Presse, Vergleichsportal, Community oder Handel, deckt bisher nur einen Teil der Domains ab und wird erst gezeigt, wenn sie verlässlich ist.
Stand: 2026-09-16