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Fragen

Die neun Fragearten, welche zur Präsenz zählen, der Bauplan mit Kaufprüfung und Wettbewerber-Wahrnehmung, Fragen aus Google-Suchanfragen und die Grundsätze dahinter.

Die Fragen sind das Messinstrument. Ein schlechter Fragensatz liefert präzise Zahlen über die falsche Sache. Diese Seite hält die Fragearten und die Grundsätze fest, nach denen augenmerk Fragen prüft, im Eingabemodul beim Tippen und für den ganzen Satz.

Neun Fragearten

ArtBeispielZählt zur PräsenzLiefert
Entdeckung„Wer ist ein guter Anbieter für X?“jaPräsenz, neue Markennamen
Rang„Was sind die besten X?“jaPräsenz, Position
Empfehlung„Welches X würdest du empfehlen?“ja, doppeltPräsenz als Empfehlung
Attribut„Welche X gelten als nachhaltig?“jaEigenschaften, mit denen die KI Marken verbindet
Vergleich„Vergleiche A und B“neinlesbare Gegenüberstellung
Reputation„Welche Nachteile hat X?“, „Für wen ist X nicht geeignet?“, „Ist X den Preis wert?“neinKaufprüfung: Themen, Markenbild
Stärken/Schwächen„Was ist an X positiv und negativ?“neinThemen, Markenbild
Bedarf„Was kostet Diesel heute in Hamburg?“neinob die KI eine Aufgabe übernimmt
Wahrnehmung„Wofür ist X bekannt?“, „Warum nicht X?“neinMarkenbild

Rang ist die einzige Art, aus der eine Position entsteht. Eine bloße Aufzählung ordnet nicht. Empfehlung zählt doppelt: Wer hier genannt wird, wird empfohlen, nicht bloß aufgezählt.

Was zählt

Nur Fragen ohne Marke im Wortlaut und ohne Segment bilden die Präsenz. Segmentfragen zählen im Segment. Fragen, die eine Marke nennen, liefern Themen und Markenbild. Bedarfsfragen werden getrennt ausgewertet. Siehe Präsenz und Position.

Grundsätze

Diese Regeln stammen aus gemessenen Fragensätzen, nicht aus Vermutungen. Wo eine Regel sich im Wortlaut prüfen lässt, prüft die Anwendung sie beim Tippen.

Namenszwang

Ohne das Wort Marke, Hersteller oder Anbieter im Wortlaut liefert eine Frage keine Marke, sondern Sorten. „Welcher Reis eignet sich am besten für Risotto?“ brachte in elf Messungen keine einzige Marke; „Welche Reismarke würdest du für Risotto empfehlen?“ nannte in 36 % der Antworten die gemessene Marke. Das gilt für jede Branche mit Gattungsbegriffen: Reis, Mehl, Öl, Matratzen. Bei Produkten, die selbst Marken sind, etwa Apps, ist die Regel unkritisch.

Eine Ausnahme mit Absicht: eine einzige offene Empfehlungsfrage ohne Namenszwang je Projekt. Sie misst, ob die KI von sich aus überhaupt Marken nennt, und senkt dabei die Werte aller Marken. Deshalb genau eine, mit eigenem Verlauf.

Zweideutigkeit gehört aus dem Wortlaut: Reis und Reise, Milchreis als Dessert oder Rohreis, „beste Pizza“ als Restaurant oder Tiefkühlprodukt. Der Hinweis auf die Branche steht im Fragetext, nie nur in den Projekteinstellungen.

Art und Wortlaut passen zusammen

„… ist zu empfehlen?“ ist eine Empfehlung, keine Rangfrage. Als Rang angelegt, erfindet der Richter aus ein bis drei Namen eine Reihenfolge. Rangfragen fragen nach „die besten“, „Nenne die fünf besten“, „welche hat die beste …“. Fragen, deren Reihenfolge von Dritten stammt, etwa nach Testergebnissen, sind Attribut, nie Rang. Plural liefert Listen und damit verwertbare Positionen; Singular überzeichnet Platz 1.

Segmente

Jede Frage, die ein Produktsegment nennt, bekommt ein Segment und zählt nur dort. Eine Segmentfrage im Gesamtwert verschiebt das Ranking zugunsten dessen, der die Nische besetzt. Kein Segment, in dem die eigene Marke nicht antritt; kein Segment mit nur einer Frage. Bedarfsfragen bleiben ohne Segment, sonst erscheinen sie in keiner Ansicht und kosten trotzdem.

Vergleich und Reputation

Ein Vergleich ohne die eigene Marke liefert nichts Zählbares. Ein Vergleich je Projekt, mit eigener Marke, als lesbare Rohantwort. Eine Reputationsfrage „Ist X gut?“ misst nur Stimmung, und Stimmung ist in KI-Antworten konstant positiv. Reputationsfragen lohnen sich als Kaufprüfung (unten): Nachteile, „für wen nicht“, Preis wert. Themen kommen aus Fragen, die ein Urteil herausfordern: Stärken/Schwächen, Wahrnehmung und Kaufprüfung.

Redundanz

Fragen, die dasselbe liefern, sind eine Frage. Drei Entdeckungsfragen mit 93 bis 100 % Anteil derselben Marke bringen keine dritte Beobachtung, kosten aber dreimal. Es bleibt die Frage, die je Antwort die meisten fremden Marken liefert. Nach zwei Läufen zeigt die Fragenansicht solche Paare als Hinweis.

Zeichengleich

Behaltene Fragen bleiben zeichengleich. Die Auswertung erkennt eine Frage an ihrem Wortlaut; jede Umformulierung ist ab dem nächsten Lauf eine neue Frage mit neuem Verlauf. Umformulieren nur, wenn der alte Verlauf ohnehin aus Nullen besteht. Deaktivieren stoppt die Kosten und löscht nichts.

Kosten

Jede aktive Frage kostet je Lauf eine Messung auf jedem Kanal. Marken kosten nichts, mit einer Ausnahme: Stärken-Schwächen-Fragen nennen die Marke im Fragetext, also kostet jede so befragte Marke eine eigene Frage. Es gibt keine Frequenz je Frage; jede aktive Frage läuft in jedem Lauf.

Der Bauplan eines Fragensatzes

So baut das Onboarding einen Fragensatz aus Marke, Branche, Sortiment und Wettbewerbern. Zuerst die Positionierung — Zielgruppen, Preislage, Kaufkriterien, Kaufanlässe —, dann die Fragen nach Blöcken:

BlockAnzahlArtzähltim Test
Offene Empfehlung ohne Namenszwang, mit Kaufanlass1Empfehlungjaja
Empfehlung mit Namenszwang und Zielgruppe oder Preislage1Empfehlungjaja
Namenssammlung des Marktes, im Plural, ohne Zusatz1Entdeckungjaja
Rangfragen, je eine mit einem Kaufkriterium3Rangja2
Attribute („Welche …-Marken …“) mit weiteren Kriterien2Attributja1
Je Kernsegment Empfehlung und Rang, mit Segmentwort und Anlassbis 4 × 2im Segment2
Stärken und Schwächen der eigenen Marke (fester Wortlaut)1Wahrnehmungneinja
Bedarf vor der Kaufentscheidung, ohne Markenfrage2Bedarfnein1
Vergleich mit dem stärksten Wettbewerber1Vergleichneinnein
Kaufprüfung: Nachteile, „für wen nicht“, Preis wert3Reputationneinnein
Wettbewerber-Wahrnehmung: Stärken/Schwächen der drei stärksten Wettbewerber3Stärken/Schwächenneinnein

Ergibt 26 Fragen, davon zehn im kostenlosen Test. Rund zwölf zählende Fragen ergeben eine Schwankungsbreite um ±8 Punkte; für ±5 Punkte bräuchte es rund 32 zählende Fragen. Das ist eine Frage des Budgets, nicht der Fragen. Siehe Schwankungsbreite.

Kaufprüfung

Die meisten Werkzeuge messen, ob eine Marke empfohlen wird. Käufer nutzen KI aber auch für die Gegenprobe, wenn sie eine Marke schon im Blick haben: „Welche Nachteile hat X?“, „Für wen ist X nicht geeignet?“, „Ist X den Preis wert?“ Laut einer US-Verbraucherbefragung vom Juli 2026 hat ein Chatbot mehr als die Hälfte der KI-Nutzer schon einmal von einem Kauf abgeraten. Deshalb gehören diese drei Fragen in jeden Fragensatz. Sie nennen die Marke, zählen nicht zur Präsenz und liefern Themen mit Beleg und Quelle ins Markenbild — dort zeigt sich, ob die KI abrät, womit und aus welcher Quelle.

Wettbewerber-Wahrnehmung

Die Themenansicht vergleicht Marke gegen Markt. Dafür braucht sie je Marke eine Frage, die ein Urteil herausfordert: für die eigene Marke die Wahrnehmungsfrage, für die drei stärksten Wettbewerber je „Was ist an X besonders positiv und was besonders negativ?“ Ohne diese Fragen bliebe die Themenansicht leer.

Fragen aus Google-Suchanfragen

Mit verbundener Search Console leitet augenmerk aus den meistgesehenen Suchanfragen der Website weitere Fragen ab. Die Anfragen werden nach Bedarf gebündelt — Synonyme wie Benzinpreise, Spritpreise und Tankpreise sind eine Gruppe; „in der Nähe“, eine konkrete Stadt, eine Produktart, ein Zeitpunkt sind eigene Gruppen — und je Gruppe entsteht eine Frage im Wortlaut eines Menschen. Die Grundsätze dieser Seite gelten auch hier: keine Marke im Fragetext, keine Dublette zum Bestand, keine Frage aus zu wenigen Suchen. Jeder Vorschlag trägt seine Herkunft: die Anfragen und ihre Impressionen. Aktiviert wird von Hand. Siehe Die Anwendung.

Die Prüfung in der Anwendung

Das Eingabemodul „Fragen pflegen“ prüft jede Frage beim Tippen gegen diese Regeln und meldet drei Stufen: Fehler (Art und Wortlaut widersprechen sich, Bedarf mit Segment), Warnung (Segmentbegriff ohne Segment, Segment mit nur einer Frage) und Hinweis (kein Namenszwang, ähnliche Frage vorhanden, Vergleich ohne eigene Marke, Stärken-Schwächen-Frage zu einer nicht verfolgten Marke). Dieselben Regeln laufen über den ganzen Fragensatz und stehen in der Fragenansicht unter „Wie gut ist der Fragensatz gebaut?“. Gewarnt wird, nicht blockiert.

Stand: 2026-09-16