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Präsenz und Position

Wie Präsenz, Share of Voice, Platz und Sortimentspräsenz gerechnet werden, und warum nur bestimmte Fragen zählen.

Vier Kennzahlen beschreiben, wo eine Marke in den KI-Antworten eines Marktes steht. Sie werden aus denselben gespeicherten Antworten gerechnet, aber nicht aus denselben Fragen.

Präsenz

Präsenz ist der Anteil der Antworten, in denen die Marke vorkommt. Gezählt wird über die zählenden Fragen: Fragen ohne Marke im Wortlaut und ohne Segment. Steht die Marke schon in der Frage, wäre die Nennung vorgegeben. Segmentfragen würden das Ergebnis davon abhängig machen, welche Segmente gerade gemessen werden.

Die Übersicht zeigt zwei Werte, die auseinanderliegen dürfen: die Präsenz im letzten Lauf und die Präsenz über alle Läufe. Der zweite Wert ist der belastbare; der erste zeigt die Richtung.

Eine Nennung zählt, wenn der Richter sie mit einer Textstelle belegt hat, die sich zeichengenau in der Antwort findet. Ohne Beleg gilt die Marke als nicht genannt. Siehe Belegzwang.

Share of Voice

Share of Voice ist der Anteil der Marke an allen Markennennungen und summiert sich über alle Namen auf 100 %. Je Antwort zählt jede Marke höchstens einmal, sonst läge vorn, wer im selben Text öfter wiederholt wird.

Der Median der Rangliste steht in der Wettbewerbsansicht daneben, damit „21 %“ eine Bezugsgröße hat.

Position

Der Platz stammt ausschließlich aus Rangfragen wie „Was sind die besten …?“ oder „Nenne die fünf besten …“. Eine bloße Aufzählung ordnet nicht; daraus eine Position zu lesen wäre nicht belastbar. Der Ø Platz ist der mittlere Listenplatz über alle Rangfragen, in denen die Marke vorkommt.

Zwei Dinge bleiben bewusst leer statt geschätzt:

In die Rangliste kommt ein Name ab zwei Nennungen in zählenden Antworten. Ein Name, der in genau einer Antwort vorkommt, ist meist kein Wettbewerber, sondern Zufall; im Reismarkt betraf das 93 von 188 aufgelesenen Namen.

Sortimentspräsenz und Segmente

Eine Marke kann bekannt sein und trotzdem in einer Produktlinie fehlen. Der gute Markenwert verdeckt das. Deshalb bekommen Fragen, die ein Produktsegment nennen, ein Segment, und zählen nur dort: nie im Gesamtwert. Die Sortimentspräsenz ist die Präsenz über die Segmentfragen; die Übersicht zeigt sie neben dem Markenwert und meldet den Abstand als Befund, wenn er über der Schwankungsbreite liegt.

Zwei Regeln halten die Segmentwerte ehrlich:

Was nicht in die Präsenz eingeht

Welche Frage welcher Art ist und wie man einen guten Fragensatz baut, steht unter Fragen.

Wettbewerber kosten nichts

Jede genannte Marke wird aus denselben Antworten gezählt. Ein weiterer Wettbewerber im Projekt kostet deshalb keine Messung, nur Fragen kosten. Eine Ausnahme sind Stärken-Schwächen-Fragen: Sie nennen die Marke im Fragetext, also kostet jede so befragte Marke eine eigene Frage.

Stand: 2026-09-16